Unser Waldinvestment ist grundsätzlich eine langfristige und unternehmerisch geprägte Kapitalanlage. Der Anlageerfolg hängt dabei von vielfältigen rechtlichen, wirtschaftlichen und steuerlichen Sachverhalten und Tatsachen ab, die sich während der Dauer der Kapitalanlage verändern können. Die nachfolgende Darstellung soll über die vom Anbieter als wesentlich erachteten Risiken im Zusammenhang mit einer Direktinvestition in unser Aufforstungsprojekt aufklären. Die aufgeführten Risiken wurden nicht nach der Wahrscheinlichkeit ihres Eintreffens oder ihrer Ergebnisauswirkung gegliedert, sondern zum besseren Verständnis nach Themenbereichen geordnet.



Waldbauliche Risiken (Waldbrand, Trockenheit, Schädlinge)

Waldbrand
Die am häufigsten gestellte Frage gleich vorweg: Was passiert, wenn der Wald abbrennt? Die Antwort ist einfach: Die Waldbrandgefahr ist als äußerst gering einzuschätzen!
Dafür gibt es eine Reihe von Gründen:
1. Das Klima: Die Wälder liegen in einer subtropischen Region, dort fallen das ganze Jahr über hohe Niederschläge, eine Trockenzeit gibt es nicht.
2. Die Struktur der Aufforstungen: Waldwege und Feuerschutzstreifen sind vorhanden, um ein Übergreifen von Bränden zu verhindern, Löschteiche sind angelegt, Wasser ist reichlich vorhanden.
3. Die Bewirtschaftung: Feuerschutz durch Entfernung von Trockenholz und Grasvegetation. Die Stämme werden bis in eine Höhe von 9 Metern entastet, es ist kaum Material vorhanden, das brennen könnte.
4. Das Monitoring: Die Waldflächen stehen unter ständiger Beobachtung. Sollte doch ein Brand drohen, kann sofort eingegriffen werden.

Trockenheit / Überschwemmung
Ebenso wenig wie es große Trockenheit gibt (die Niederschläge sind gleichmäßig über das ganze Jahr verteilt), ist die Gefahr von Überschwemmungen gegeben. Die Wälder liegen auf ca. 110 Metern über dem Meeresspiegel in einem leicht welligen und abschüssigen Gelände. Es gibt keine größeren Flüsse in der Nähe, die über die Ufer treten könnten, ein System von Entwässerungsgräben sorgt für die Drainage der Aufforstungsflächen.

Schädlinge / Krankheiten
Wie in jedem anderen Ökosystem kommen auch im Wald „Schädlinge“ und Krankheiten vor. Durch das Konzept der Mischwald-Aufforstung wird jedoch eine hohe Artenvielfalt erreicht, sodass jedem Schädling (zum Beispiel Borkenkäfer) und jeder Baumkrankheit (zum Beispiel Pilzbefall) wiederum ein natürlicher Feind gegenübersteht. Der Waldzustand wird durch die Forstfachleute ständig überwacht, sodass im Falle eines Falles Gegenmaßnahmen eingeleitet werden können. Derzeit sind keine Schädlinge oder Krankheiten bekannt, die den Erfolg des Waldprojektes ernsthaft gefährden können.



Finanzielle Risiken

Marktrisiko
Es ist denkbar, dass zum Erntezeitpunkt kein Markt für das geerntete Holz existiert oder der Erlöspreis geringer als prognostiziert ausfällt.
Vor dem Hintergrund der weltweiten Bevölkerungs- und Rohstoffentwicklung ist dieses Szenario jedoch sehr unwahrscheinlich. Zudem kennt der Rohstoff Holz keinen Vermarktungsdruck, Ernten können um Jahre verschoben werden, sollte dies aus Gründen der Rendite oder aus anderen Gründen sinnvoll erscheinen. Der Verkauf des Holzes ist nicht an den lokalen Markt gebunden. Sollten in einer anderen Region höhere Erlöspreise erzielbar sein, kann das Holz auch dorthin transportiert werden.

Wechselkursrisiken
Zum Erntezeitpunkt könnte die Landeswährung in einem ungünstigen Wechselkursverhältnis zum Dollar oder Euro stehen.
Der Verkauf des Holzes ist jedoch nicht zwingend an die Landeswährung gebunden. Im Zweifelsfalle kann das Holz auch in einem anderen Land in einer anderen Währung verkauft werden.

Inflation
Wälder und deren Rohstoff Holz sind Sachwertanlagen, die von Inflationserscheinungen unberührt sind. Erst zum Zeitpunkt der Ernte wird der Sachwert zum Gegenwert in Geld eingetauscht.

Steuerliche Behandlung
Erträge aus Holzverkauf unterliegen der gleichen steuerlichen Behandlung wie andere Erträge auch. In Deutschland gehören die Erträge zur Einkommensart "Einkünfte aus Land- und Forstwirtschaft".



Allgemeine Risiken

Ausfall wichtiger Vertragspartner
Denkbar ist der Wegfall langjähriger Vertragspartner (Zulieferer, Dienstleister, Abnehmer). Es besteht jedoch keine Abhängigkeit von einzelnen Unternehmen, sodass Alternativen vorhanden sind.

Handelbarkeit der Waldgrundstücke
Durch die stetig zunehmende Zahl von Investoren in tropische Aufforstungsprojekte wird nach unserer Überzeugung ein Zweitmarkt entstehen. Schon heute (2009) erreichen uns viele Anfragen von Investoren, die nach Waldobjekten mit kürzeren Laufzeiten suchen, das heißt nach Wäldern, die nur noch einige Jahre bis zur Schlagreife benötigen.
Waldinvestments zählen zu den Agrarimmobilien und sind handelbar. Der Verkauf einer Waldfläche dauert länger als der Verkauf von Aktien, ist aber grundsätzlich möglich. Die Miller Forest Investment AG ist gerne dabei behilflich, einen Käufer zu finden, eine Verkaufsgarantie kann nicht übernommen werden.

Schlüsselpersonenrisiko
Der Erfolg des Projektes hängt in hohem Maße von der unternehmerischen Fähigkeit der Führungskräfte ab. Der Verlust dieser unternehmenstragenden Personen könnte einen nachteiligen Einfluss auf die wirtschaftliche Entwicklung haben. Allerdings stehen mehrere Personen für Führungsaufgaben zur Verfügung und neue Führungskräfte können eingearbeitet werden.

Politisches Risiko (Enteignung, Instabillität)
Die politische und wirtschaftliche Situation in Paraguay ist sehr stabil. Dennoch kann nicht grundsätzlich ausgeschlossen werden, dass politische Einflüsse zu einer negativen Entwicklung der Kapitalanlage führen. Seit 1998 ist ein Investitionsschutzabkommen zwischen Deutschland und Paraguay in Kraft, Enteignungen sind zwar theoretisch denkbar, jedoch nicht entschädigungslos.

Weitere wesentliche, bisher bekannte Risiken bestehen nach Ansicht des Anbieters nicht.